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    Melchior Frommel

    Austellung Malerei und Grafik | 23.10.2010 - 21.11.2010
    Ge÷ffnet Sonntag von 14-18 Uhr


    resume

    1937 geboren am 2. März in Münster im Taunus als Sohn des Komponisten Gerhard Frommel (1906-84) und seiner Frau Gertrud

    1942-46 nach Ausbombung in Bad Homburg in Bernau im Schwarzwald

    1947-56 Humanistisches Gymnasium Heidelberg

    1956/57 Lehrjahr beim Maler Karl Rödel (1907-82) in Mannheim

    1957-63
    Kunstakademie München, Klasse Franz Nagel

    1958 Herbst als Zeichner bei Ausgrabungen auf Samos unter Ernst Buschor

    1960 Herbst Studium Glasmalerei bei Margret Bilger und Odilo Kurka im Kloster Schlierbach seit

    1963 verheiratet, nach und nach vier Kinder und fünf Enkel

    1965-73 Kunsterzieher und Deutschlehrer am Gymnasium Laufen an der Salzach, Bayern

    1973-79 an der deutschen Auslandsschule in Thessaloniki, Nordgriechenland

    1979-98 Kunst-, Deutsch- u. Ethiklehrer am Gymnasium Oberhaching bei München

    seit 1998
    als Studiendirektor i.R. in Oberschlierbach.

    gallery

    Frommel2010Frommel2010Frommel2010
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    Am liebsten zeichne ich Gesichter. Schon unter den Mitschülern und Lehrern fand ich während der Gymnasialjahre solche, die mich reizten, ihr Konterfei oder ihre Karikatur zu versuchen. Auch leeres Papier lockte mich, es mit Linien und Strichen zu bedecken. Ich zeichne meistens mit Feder/ Tusche oder mit dem Bleistift. Selbstverständlich fühle ich mich immer wieder angeregt von den Meistern der Zeichenkunst (z.B. Kubin). Wenn das Modell erkennbar ist und die Linien in einem stimmigen Rhythmus zueinander finden, kann mich das befriedigen. Ein ausgeklügeltes System oder eine Methode habe ich nicht und zweifle daher, ob die skizzenhaften Ergebnisse meiner Zeichenlust unter die Rubrik ´Kunst´ fallen. Landschaften verlangen nach Farbe. So hat sich in meiner Arbeit eine klare Trennung ergeben zwischen ölgemalten Landschaftsbildern auf der einen und schwarzweiß gezeichneten Gesichtern auf der anderen Seite. – Als ich einsah, dass ich in den zeitgenössisch ´innovativen´ Strömungen nicht würde mithalten und mit meinen Produkten die Familie nicht würde ernähren können, entschloss ich mich, Lehrer zu werden. Ein schöner Beruf, der mir weit weniger Skrupel als die Malerei bereitete. Es erschien mir geradezu ein Luxus zu sein, für Stunden, die ich mit Kindern verbrachte, bezahlt zu werden.
    Allerdings blieb die künstlerische Arbeit „auf der Strecke“. Es beschämt mich schon etwas, wenn jetzt ausschließlich Arbeiten aus früheren Jahrzehnten gezeigt werden. Hannes und Christa Gstöttenmayr wollten das so. Ich nehme diese Ausstellung zum Anlass, meine Bilder und Zeichnungen einer kritischen Sichtung zu unterziehen, um diese Mühe den Kindern und Enkeln einmal zu ersparen.

    mf

    Zendorf 19, 4551 Ried im Traunkreis | Tel.: +43 7588/6305 | E-Mail: christa@neunzendorf.at