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    Hannes Gstöttenmayr

    Bilder und Reisestudien I 06.09. - 12.10.2014
    Ge÷ffnet Sonntag von 14-18 Uhr


    resume

     1957  geboren in Linz

    1972-80   Glasmalerei Schlierbach

    1980-86   Studium der Malerei und Grafik bei Prof. Eric van Ess an der Hochschule für Gestaltung in Linz seit

    1986   verheiratet, 2 Söhne

    1986-99   Funktionaler Assistent für Technologie der Malerei und künstlerische Druckverfahren–Hochdruck an der Hochschule für Gestaltung in  Linz

    lebt und arbeitet als freischaffender Maler in Zendorf, OÖ

    gallery

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    Es ist nach wie vor die Suche nach Wahrheit, Wahrhaftigkeit, welche Hannes Gstöttenmayr in der Kunst antreibt und ihn dazu geführt hat, in der kleinen Welt am Lande das Große, das Geistige, wie es Kandinsky genannt hatte, in der Welt seiner Bilder zu entfalten.
    Der archaische Vorgang der Malerei ist einfach, Pinsel in Farbe eintauchen und auf einen Bildträger auftragen. Dieser handwerklich technische Vorgang in mathematische Sprache übersetzt, ermöglicht es, mithilfe der Technik die Welt in digitale Daten zu verwandeln und Bilder zu erzeugen. Es ist eine Mimesis, welche so in der Weltgeschichte noch nie existiert hat und unser Denken und Sehen verwandelt.

    Aber „…was unterscheidet seine Bilder von unserer heutigen Bilderflut?“
    Als ich den Maler kennen lernte, hatte er gerade eine mehr als ein Jahr dauernde Reise auf dem Landweg nach Indien zu sich „Selbst“ hinter sich. Er wirkte mit seinen leuchtenden Augen wie ein Yogi auf mich. Ein rebellischer Geist auf der Suche nach Wahrheit, der daran gearbeitet hatte, die Enge der Welt, in der er konditioniert wurde, aufzubrechen. Wir trafen uns bei der Aufnahmeprüfung an der jetzigen Kunstuniversität in Linz das erste Mal. Eine Aufgabenstellung war „Zeichnen sie diesen Stuhl, aber nicht naturalistisch, wie sie ihn sehen“. Hannes Gstöttenmayr löste dieses Problem, indem er ihn von oben, aus seiner Vorstellung heraus zeichnete. Nicht einfach Mimesis, sondern Imagination war seine Lösung!
    Sein rebellischer Geist suchte immer schon durch Kreativität, durch Intelligenz, in dieser Welt zum Ausdruck zu kommen. Sichtbar im Gesamtkunstwerk seines Vierkanters in Neunzendorf . Große Formate und kräftige Farben sind ihm durch seine Ausbildung als Glasmaler im Stift Schlierbach kein Problem, und doch wandte er sich den kleineren Formaten zu. Dem liegt ein Verständnis zugrunde, dass Qualität in der Malerei nicht automatisch mit Größe zu tun hat, sondern mit der ihr innewohnenden Ordnung.
    Es liegt am Betrachter, ob er die Bilder des Malers naturalistisch, als Mimesis betrachtet oder als eine geistige Ordnung, welche uns als Schönheit gegenübertritt. Seine alten Freunde haben sich von dieser inneren Schönheit immer schon berühren lassen und den Künstler als Sammler begleitet. Sie kennen durch eigene Anschauung den Unterschied zur digitalen Bilderflut. Letzten Endes kann man ein Bild nicht denken, sondern man muss es er-schauen.                                                                                                                                                                               

                                                                                                                                                                 Robert Trsek

    Zendorf 19, 4551 Ried im Traunkreis | Tel.: +43 7588/6305 | E-Mail: christa@neunzendorf.at