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    Lydia Dürr

    Ausstellung Malerei und Grafik I 07.09. - 06.10.2013
    Ge÷ffnet Sonntag von 14-18 Uhr


    resume

     1961 geboren in Waidhofen/Thaya

    Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien Meisterklasse Eckert und Prachensky, seither freischaffend

    1983 1. Preis eines Wettbewerbs der Kammer der gewerblichen Wirtschaft

    1986 goldener Fügerpreis der Akademie

    1993 Geburt der Tochter Susanna Nathalina Anjoa Dürr und Übersiedlung nach Rechnitz/Burgenland

    1996
    Übersiedlung nach Waidhofen/Thaya

    1997
    Theodor Körner - Preis

    2000
    Waldviertler Kunstpreis und Ausstellung in Teheran

    Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen

    Sammlung Stift Seitenstetten, Ankauf Sammlung Leoopold

    gallery

    lydia dürr 2013lydia dürr 2013lydia dürr 2013
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    Malen ist mit der Welt und den Dingen reden,
    sich ihrem Eindruck hingeben und
    Antwortgeben ihrer Erscheinung,
    den Standpunkt der Welt und den Dingen gegenüber
    ständig neu bestimmen -
    in diesem Hingeben und Antwortgeben.
    Malen ist der einnehmenden Welt und der reißenden Zeit
    etwas Bestimmtes und Bestimmendes entgegenzusetzen.
    Malen ist aus der Zeit treten,
    ist reden mit mir selbst, hineingraben in mir unbekannte, unerkannte Bereiche,
    ist aufbrechen verschlossener Türen,
    oder warten auf das Selbstöffnen derselben.
    Malen ist betrachten, staunen, fragen,
    schaffen in einem Akt der Liebe und Ergriffenheit.
    Malen ist den Dingen ihr verlorenes Wesen zurückgeben
    und die Welt und sich selber immer wieder neu errichten.
    Malen ist ein Geheimnis, und der Mensch stolpert,
    wenn er versucht dies zu lüften.
     
    MALEREI ALS DROGE
    Die Ergriffenheit in Liebe ist einer der schönsten Zustände, die ich kenne. Das Betrachten einer inneren oder äußeren Welt mit bewegtem Herzen und zusammengekniffenen Augen macht eine andere Welt sichtbar, eine für mich realere und mächtigere Welt, eine, die für mich fruchtbar ist, weil ich sie erschaffe, und sie mich erschafft und mich an ihr wachsen läßt. Diese Zwischenwelt zu beleben, belebt mich. Es ist ein Sichtbarmachen einer für das bloße Auge unsichtbaren Welt.
    Aber was ist schon das Auge ohne das Brennen der Seele?
    Das Brennen, das die Dinge in der ihnen eigenen Wahrheit sieht, das sie zum Ursprung zurückführt , ihnen die Würde des ungebrochenen Lebens wiederschenkt, und sie in die Heiligkeit des Moments des Erschaffenwerdens bannt und mit diesem Potential anreichert.
     
    DEINE BILDER SIND KEIN SPAZIERGANG
    Mit diesem Gedanken machte Pichl Peter, ein Malerkollege, mir die Heftigkeit der Bilder erst so richtig bewußt. Ja, die Leinwand ist mein Spiegel, das Spieglein auf der Staffelei, das mich entblößt und zur Stellungnahme zwingt - im höchsten Sinne.Alles Vorübergehende, alle Maskerade, alle Illusion fällt ab.Im Destillationsprozeß heißt es Farbe - Wahrheit bekennen. Hier auf der Leinwand gelten keine Ausreden, keine Blindgänge, kein Schwamm drüber, das wäre alles sichtbar, aber nicht anzusehen. Der Spiegel fordert mich auf das Leben selbst zu feiern, und nur das Leben in seiner höchsten Intensität.
     So zwingen die Bilder gleichzeitig den Betrachter zu seiner Wahrheit Stellung zu beziehen.
    Nach so einem trip sind meine Lebensbatterien wieder voll und geordnet. Und sie werden es immer mehr. Sie strukturieren sich zunehmend nach den Gesetzen des Lebens - zunehmend nach Außen hin anarchisch, mehr und mehr dem inneren Leben verpflichtet.
     
    EIN BILD HAT MACHT
    In Verbindung mit den beschriebenen Kräften wird ein Bild zum "Lichtträger", Informationspool, zum Transformator für menschliches Bewußtsein. Es belebt und erhellt - im gelungenen Fall - auf sinnliche und genußvolle Art und Weise.
    Im Nachsinnen,sich drauf Einlassen, wenn das Herz des Betrachters zum Mund für den eigenen Energiepool wird, kann das Bild eine der wichtigsten Aufgaben erfüllen , es kann -und soll -  nähren.
     
    Mehr und mehr erfaßt mich jenes "Zwischenreich", das nur in einer optischen Schieflage gesehen und genossen werden kann, indem ich alles Handhabbare, vieles Sichere und scheinbar Wichtige auf meinem Weg zurücklasse. Mehr und mehr segle ich auf den Wogen des  Inner - Realen und finde dort Halt und Boden für mein Leben.
     
    Besucher sind auf eine Odyssee mit offenem Ausgang herzlich eingeladen.
    Zendorf 19, 4551 Ried im Traunkreis | Tel.: +43 7588/6305 | E-Mail: christa@neunzendorf.at